Jugendliche Helfer bei der Enttrümmerung Kölns
Jahr: 1946
Ort: unbekannte Straße, Köln
Bildnr. WDA155-008
Schon kurz nach dem Krieg wurde die Bevölkerung aufgefordert, sich an der Trümmerräumung zu beteiligen. Es gab keinen Zwang, keine Verpflichtung, die Teilnahme wurde als Ehrendienst bezeichnet. Es wurden allerdings solche Menschen bevorzugt bei der Vergabe von Wohnungen oder Unterstützung beahndelt, die sich an der räumung beteiligt hatten. Dabei galt der Ehrendienst mit zwei oder drei Tagen Einsatz als abgeleistet. Lediglich ehemalige Nazis wurden verpflichtet, aber auch hier galt diese (Straf)pflicht nach sechs oder sieben Tagen Einsatz an Schaufel und Hacke als abgeleistet. Die Masse der Trümmer wurde nicht durch solche Aktionen weggeschafft, sondern von Abbruch- oder Bauunternehmen abgefahren.
Die Jugendlichen arbeiten mit Schaufeln und Hacken. Der abgelöste Schutt wird auf Kipploren verladen und über Feldbahngleise abgefahren. Ein Teil des Schutts wurde in Brechermaschinen wieder als Baumaterial oder im Straßenbau verwendet, der größte Teil wurde zu großen Hügeln ("Monte Klamotte")rund um die Stadt aufgeschüttet.
Stadt: | Köln |
---|---|
Zeitraum: | 1945-1949 |